Grünes Klassenzimmer

Lernen an der Luft – Das Grüne Klassenzimmer der OMRS als Erlebnis- und Erfahrungsort unter freiem Himmel 

(FAB) Unterricht im Freien ist immer etwas Besonderes. Vor allem, wenn man dabei spielerisch den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur erlerntZu Beginn geht es jedoch ums Bauen und Verändern. 

Die Zielsetzung des Grünen Klassenzimmers ist ein besonderer Raum um das Umweltwissen zu vergrößern und das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes der natürlichen Ressourcen durch eigenständiges Forschen und Entdecken begreiflich zu machen. Dies geht über Schulgarten-Konzepte hinaus, denn Themen wie Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Vielfalt gehören in Zeiten der Globalisierung und Technisierung mit zu den Grundbausteinen der heutigen Bildungslandschaft. 

Um diese Vision zu realisieren, hat sich an der OMRS eine Arbeitsgruppe unter der tatkräftigen Leitung von Andreas Haiber mit Stefanie BollmoorAlina Bachmann, Klaus Rothmann und vielen Schülerinnen und Schülern aus dem Bereich Technik sowie unterstützenden Kolleginnen und Kollegen gebildet. Dass Techniklehrer Andreas Haiber nebenberuflich im Bereich Garten- und Landschaftsbau leidenschaftlich tätig ist, macht ihn im Veränderungsprozess zum Bauleiter und Experten. 

Schulgarten der OMRS wird umgestaltet 

Der Schulgarten befindet sich schon seit Langem auf dem Schulgelände West hinter dem Schulgebäude, Richtung Weinbergweg. Dort steht eine große Sonnenmarkise, die vom Förderverein gesponsert wurde, auf einer Obstbaumwiese. Aufgrund von Unkraut, Abnutzung und Brombeerhecken wurde die Entscheidung getroffen, den Schulgarten umzugestalten und den Bedürfnissen eines grünen Klassenzimmers anzupassen. Dazu wurden umfassende Veränderungen und Erneuerungen vorgenommen. Daran haben sich bisher verschiedene Klassen von 7-10 im fachpraktischen Bereich Technik beteiligt. 

Es wurden Hochbeete aufgebaut und von der Höhe angepasst. Ein Dank dafür geht an die VR Bank, die der Schule die Hochbeete geschenkt hat und bereits ein Preisgeld von 2000.- € an die OMRS überreichte (wir berichteten 2020). 

Einige Helferinnen und Helfer brachten im Rahmen eines Projekttages mit Abstandsregeln am Samstag, den 14.11. 2020 die Umbaumaßnahmen voran. 

Die Bäume wurden fachgerecht geschnitten, das Fundament für eine neue Natursteinmauer wurde gegraben. Eine bestehende Natursteinmauer als Ort für Eidechsen, die überwuchert war, wurde an einen sonnigeren Standort versetzt. Die Wege wurden neu angelegt, Pflastersteine versetztUnkraut entfernt und der Untergrund geebnet. Und damit noch nicht genug! 

Der Bauprozess geht weiter 

Der abgesackte Untergrund wird mit KFT (Schotter 0 – 32 Körnung) neu aufgebaut. Alte Erde muss noch abgefahren und neuer Boden aufgefüllt werden. Über 100 qm² Platten sollen neu verlegt werdenNeue Pflanzen, wie Kräuter, Bäume und Büsche werden gepflanzt. Eine Pergola soll zum Verweilen, Sitzen und Arbeiten entstehenSitzgelegenheiten bestehend aus Gabionen (Drahtgeflechtkörbenwerden noch kommen. 

Künftig soll das ganze Gelände eingefasst werden, mit zwei Portalen aus Gabionen und mit Stelen. Die Neubepflanzung mit Bäumen, Kräutern und Büschen ist in PlanungEs fehlen noch Trittplatten um die Hochbeete und schließlich das Einsäen von Gras. 

Viele Kompetenzen werden von der Schulgemeinschaft bereits auf dem Weg zum Grünen Klassenzimmer erworben, vor allem Teamarbeit, handwerkliches Geschick, Anpacken, aber auch Geduld und Abwarten müssen stets unter Beweis gestellt werden. 

Ob es sich künftig um Kompostieren, die Honigbiene, Obst- und Gemüseanbau, die Faszination von Boden oder Bäumen handelt – immer geht es neben der Wissensvermittlung auch darum, soziale, kommunikative und emotionale Kompetenzen zu fördern. Der Schulgarten als grünes Klassenzimmer soll in den Schulalltag integriert werden und in jeder Klassenstufe auch Unterricht und Lernen im grünen Klassenzimmer stattfinden. 

Die Einweihung soll im Juli 2021 zusammen mit dem Schülercafé auf der Ostseite der OMRS stattfinden. Den Gästen werden dann der Veränderungs- und Gestaltungsprozesse gezeigt und mit verschiedenen Aktionen die derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten verdeutlicht. Zudem sollen weitere Mittel für Anschlusskonzepte eingeworben werden.