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Projekt „Engagement und Verantwortung“ an der OMRS

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Spannende Einblicke in die christliche Jugendarbeit in Nigeria: „Jugendliche sind nicht das Problem, sondern die Lösung!“

(FAB) Im Rahmen des neuen Projekts „Engagement und Verantwortung“ durften Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen der Realschule ganz besondere Gäste an der OMRS begrüßen. Junge Erwachsene aus Nigeria berichteten von ihrem Leben in einem afrikanischen Land und standen den deutschen Jugendlichen über ihr persönliches Engagement in der Jugendarbeit offen Rede und Antwort. Der Fokus des fächerübergreifenden Projekts liegt auf Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, kultureller Bildung sowie der Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Es wird derzeit an der OMRS angebahnt und vorbereitet, um es erstmals im Schuljahr 2026/2027 verpflichtend umzusetzen. Der Austausch war demnach impulsgebend für die jetzigen Klassen 5-7, die als Achtklässler das Projekt „Engagement und Verantwortung“ durchführen werden.

Die Begegnung fand auf Englisch statt, sodass die Schülerinnen und Schüler nicht nur interessante Informationen erhielten, sondern gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse anwenden konnten. Mit großer Neugier stellten die Siebtklässler Fragen zum Schulalltag, zu Familienleben, Freizeit, Kultur und den Herausforderungen des täglichen Lebens in Nigeria. Meist diente eine Weltkarte auf dem Whiteboard als kleine Orientierungshilfe. Dorothea Hettich-Magenau stand als Gastgeberin den Referenten mit ihren eigenen Auslandserfahrungen in Nigeria authentisch zur Seite.

Im Fokus stand das Ehrenamt, das die Nigerianer in ihrer Heimat engagiert ausüben. Caleb Timothy, der Koordinator der YMCA’s (Young Men’s Christian Association) im Norden Nigerias, berichtete, dass man in seiner Heimat Jugendliche nicht als das Problem der Gesellschaft, sondern als Lösung sehe.

Die Mitarbeiter aus verschiedenen regionalen YMCA’s in Nordnigeria sind auf Einladung des evangelischen Jugendwerkes in Württemberg (ejw) zu Besuch, um evangelische Jugendarbeit und die Lebenssituation junger Menschen in Deutschland kennenzulernen.

Die Gäste schilderten anschaulich ihre persönlichen Erfahrungen und gaben den Jugendlichen einen Einblick in ihren Lebensalltag. Dabei wurde deutlich, dass trotz unterschiedlicher Lebensbedingungen viele Wünsche und Ziele ähnlich sind: eine gute Bildung, beruflicher Erfolg, Frieden und die Möglichkeit, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten.

Die Gäste schilderten ihre Hoffnungen für die Zukunft und ermutigten die Jugendlichen, Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. So entstand ein lebendiger Austausch.

Auch Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Besonderheiten oder touristische Highlights konnten mit dem Whiteboard direkt ins Klassenzimmer geholt werden. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler vom Essen, das einerseits so anders ist obwohl es aus ganz ähnlichen Nahrungsmitteln besteht und dass es andererseits an Gerichte aus den Heimatländern der (Groß-)eltern der Schüler erinnert. Außerdem wurde gesungen und getanzt sowie die Freundlichkeit und Offenheit der Gäste gefeiert.

Das Projekt „Soziales Engagement und Verantwortung“ möchte den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus fördern und das Verständnis für andere Lebenswelten stärken. Die Begegnung mit den Gästen aus Nigeria hat gezeigt, wie wertvoll persönliche Gespräche für den interkulturellen Austausch sind. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen neue Eindrücke, spannende Erkenntnisse und die Erfahrung mit, dass Menschen auf der ganzen Welt oft mehr verbindet als sie trennt.

Der Besuch war damit ein gelungener Auftakt für das Projekt, welches auch das Engagement vor Ort und Verantwortung für die unmittelbaren Mitmenschen und unsere Umwelt in den Blick nimmt. So werden bereits in der nächsten Unterrichtseinheit Menschen aus sozialen Handlungsfeldern in Vaihingen ihre Berufe und ihre Berufung vorstellen.