(FAB) Kleinglattbach. Begeistert sind zwei 8te Klassen der OMRS der Einladung von Jochen Laube, von Beruf Filmproduzent, gefolgt. Er hat an der Filmakademie in Ludwigsburg studiert und produziert aktuell u.a. die Netflix Serie „Die Kaiserin“ oder Tatortfolgen.
„Für das Kino hat meine Firma z.B. den Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ produziert, mit welchem wir über 500.000 Kinder in Deutschland erreicht haben. Ich bin gebürtiger Ludwigsburger und als ich ungefähr so alt war wie ihr, habe ich da hinten an der Tür die Eintrittskarten kontrolliert. Als Kartenabreißer gab es kein Geld, aber jede Menge großes Kino – ganz umsonst!“, lässt er die jungen Zuschauer wissen, die tief in den roten Plüschsesseln des historischen Scalas versinken.
Zum sechsten Mal wird das Kinofestival Lichtspielliebe veranstaltet, um den Menschen wieder Lust zu machen, Filme gemeinsam auf der großen Leinwand zu erleben. Gerade das Gemeinschaftserlebnis ist es, das auch diesen Kinobesuch von „Paternal Leave“ am Freitag, den 7. November 25 mit anschließendem Austausch per Zoomcall mit der Regisseurin Alissa Jung zu einer Besonderheit macht.
Vertreten war auch die Außenstelle Ludwigsburg der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, die Veranstaltungen und Fortbildungen zur Demokratiebildung an Schulen bewarb.
„Paternal Leave“ ist ein emotionaler deutsch-italienischer Jugendfilm, der in diesem Jahr auf der Berlinale Premiere feierte.
Die 15-jährige Leo ist in Deutschland ohne Vater aufgewachsen. Als sie von seiner Identität erfährt, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie findet Paolo in einer verrammelten Strandbar an der norditalienischen Küste. Leo hofft Antworten auf all ihre Fragen zu erhalten.
Die deutschen Untertitel, wenn Paolo auf Italienisch loslegt, bereiten keine Probleme, wobei im Publikum auch zweisprachige Jugendliche mit italienischer Muttersprache sitzen. „Ihr könnt auch mich fragen, wenn ihr was nicht versteht“, meint Aurelio stolz zu seinen Freunden.
Die rund 250 Jugendlichen stellen Alissa Jung persönliche Fragen, reflektieren das Gesehene und wollen über das Schreiben des Drehbuchs, die Filmaufnahmen in Italien und über Effekte im Film einiges wissen: Was ist Ihre Lieblingsszene im Film? Wie haben Sie das mit dem Flamingo so echt hingekriegt? Wie lange dauert es, einen Film zu produzieren? Woher haben Sie die Ideen für eine Geschichte?
Alissa Jung antwortet zugewandt und ausführlich, schildert das Zusammenspiel am Set anschaulich und freut sich sehr über den mehrfachen spontanen Applaus, der zeigt, dass es schon etwas Besonderes ist, mit einer Regisseurin zu sprechen.
Ende des Monats kommt der Film in die Kinos, dann haben die Schülerinnen und Schüler durch die Preview die Nase vorn.
