(FAB) Mit dem Workshop f.ü.r. – freunde üben rücksicht startete an der Ottmar-Mergenthaler-Realschule ein Programm zur Förderung des sozialen Lernens. Die Veranstaltung für die Klassen 5 und 6 sowie das Lehrerteam bildete den Auftakt für ein Konzept, das langfristig das respektvolle Miteinander im Schulalltag stärken und nachhaltig in der Schulgemeinschaft verankert werden soll.
Im Mittelpunkt standen die Schülerinnen und Schüler, die in intensiver Gruppenarbeit konstruktive Lösungen für typische Konfliktsituationen entwickelten und ihre Ergebnisse anschließend der gesamten Klasse präsentierten. Dabei wurden verschiedene Formen von Gewalt gemeinsam definiert und anhand von Fallbeispielen bewertet. Diese Auseinandersetzung sensibilisierte die Kinder dafür, Gewalt nicht nur als körperliche Auseinandersetzung wahrzunehmen, sondern auch verbale und soziale Grenzverletzungen zu erkennen.
Besonders anschaulich wurden die Inhalte von den Referenten Angelika Egli, Martin Johnson, Kathrin und Horst Koch durch kurze Anspiele aus dem Schulalltag vermittelt. Drei zentrale Schwerpunkte standen dabei im Fokus: Worte haben Kraft, Mutiges Eingreifen – Zivilcourage zeigen sowie der Umgang mit den eigenen Gefühlen wie Wut und Ärger. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie Worte verletzen oder stärken können, weshalb es wichtig ist, bei Ungerechtigkeiten nicht wegzusehen, und wie sich starke Emotionen konstruktiv bewältigen lassen.
Darüber hinaus griff der Workshop weitere wichtige Themen des schulischen Zusammenlebens auf. Fragen wie „Wie entschuldige ich mich ehrlich?“, „Welche Folgen haben Gerüchte?“, „Wann ist etwas Petzen und wann verantwortungsvolles Handeln?“ sowie „Wie übernehme ich Verantwortung für mein eigenes Verhalten?“ regten die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und Diskutieren an.
Neben den wichtigen Botschaften kamen auch Spaß, Spannung und Humor nicht zu kurz. Sogar eine Portion Magie sorgte für Staunen und lockerte die drei abwechslungsreichen Stunden auf. So wurde der Workshop zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das den Kindern und Jugendlichen nicht nur wertvolle Impulse für den Schulalltag mitgab, sondern auch zeigte, wie wichtig gegenseitiger Respekt, Verantwortung und Zusammenhalt für eine starke Gemeinschaft sind.
Mit Blick in die Zukunft soll das Sozialtraining künftig als verbindlicher Baustein für die Klassenstufen 5 und 6 an der OMRS etabliert werden. Damit dieses Angebot langfristig getragen werden kann, werden engagierte Mitwirkende aus der Schulgemeinschaft gesucht. Neben Lehrkräften und der Schulsozialarbeit sind interessierte Personen herzlich eingeladen, das Programm zu unterstützen und gemeinsam umzusetzen. Denn eine starke Schulgemeinschaft lebt davon, dass viele Verantwortung übernehmen – ganz im Sinne von f.ü.r – Freunde üben Rücksicht.





