Nach den Herbstferien durften alle Zehntklässler*innen der OMRS gemeinsam mit ihren Lehrer*innen zu einer lustigen, spannenden, interessanten und zugleich lehrreichen Woche nach Berlin aufbrechen.
Die große Schülergruppe teilte sich zwar hinsichtlich der Anreise (Bus/Zug) und der Unterbringung (Nähe Hauptbahnhof/East Side Gallery) in zwei Gruppen auf, dennoch gab es im Wochenverlauf immer wieder Überschneidungen bei den Programmpunkten der einzelnen Klassen.
Zu den Unternehmungen zählten unter anderem Besuche im Spionagemuseum, im Deutschlandmuseum, im Berlin Story Bunker, im DDR-Museum, bei den Berliner Unterwelten, in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, im Berlin Dungeon und vielen weiteren Orten. Auch bei der Erkundung der Hauptstadt gingen die Klassen unterschiedliche Wege: Einige nahmen an „klassischen“ Stadtführungen zu Fuß oder mit dem Bus teil, andere erlebten eine besondere Führung durch eine obdachlose Person oder erkundeten Berlin eigenständig in Kleingruppen mithilfe einer angeleiteten WhatsApp-Tour.
Wie vielfältig Berlin auch kulturell ist, zeigte sich insbesondere im Abendprogramm. Für einige stand die Show „Blinded by Delight“ im Friedrichstadt-Palast auf dem Plan – und die Begeisterung war groß. Eine andere Klasse besuchte eine Akrobatik-Show, einige Schüler*innen entschieden sich für ein Handballspiel, und am letzten Abend trafen sich schließlich alle vier Klassen in der Disco „Matrix“, wo gemeinsam gefeiert wurde, bis die letzte Gruppe pünktlich um 0:00 Uhr den Heimweg antrat.
Dass während der Fahrt nicht nur historische und kulturelle Aspekte im Mittelpunkt standen, sondern auch politisches Interesse geweckt werden konnte, zeigte der Besuch im Bundestag auf Einladung der jeweiligen Wahlkreisabgeordneten (Klassen 10a und 10c durch Herrn Bilger (CDU), Klassen 10b und 10d durch Herrn Karaahmetoğlu (SPD)).
Am Mittwoch, den 05.11.2025, besuchten die Klassen 10b und 10d am Vormittag das Reichstagsgebäude, die Klassen 10a und 10c folgten am Nachmittag. Beide Gruppen besichtigten den Plenarsaal – die Vormittagsgruppe mit einem Vortrag, die Nachmittagsgruppe sogar während einer laufenden Sitzung – sowie die Kuppel und führten anschließend ein einstündiges Gespräch mit dem einladenden Abgeordneten. Beide Abgeordneten beantworteten dabei alle Schülerfragen offen, geduldig und sehr nahbar.
Alles in allem war die Studienfahrt ein großer Erfolg: eine ereignisreiche Woche, in der die Schüler*innen der Abschlussklassen noch enger zusammengewachsen sind – und von der sie sicher noch viele Geschichten zu erzählen haben.
Anbei einzelne Schülerberichte der Klasse 10d:
Spionagemuseum und Deutschlandmuseum (Josephin, Sonia, Almira)
Am Dienstag, den 4. November gingen wir (die Klasse 10d) ins Interaktive Spionagemuseum in Berlin. Dort hatten wir 1 Stunde eine interessante Führung, bei der wir viel über das Thema Spionage und insbesondere das Thema “ Kalter Krieg“ gelernt haben. Zudem war die Führung interaktiv, so dass wir Schüler die Chance erhielten, uns am Gespräch zu beteiligen und unser Wissen einzubringen. Nach der Führung hatten wir (die Schüler) noch die Gelegenheit, das Museum selbstständig zu erkunden und verschiedene Stationen zu testen wie z.B. den Laserparkur, Lügendetektor, Foto-Wand, Wanzen finden und noch vieles mehr.
Danke für diesen schönen Vormittag, es hat uns allen viel Spaß gemacht.
Nach dem Spionagemuseum waren wir mit der Klasse im Deutschlandmuseum, und der Besuch war sehr spannend. Das Museum ist wie eine Zeitreise aufgebaut, bei der man durch verschiedene Epochen der deutschen Geschichte läuft. Jede Epoche hat einen eigenen Raum mit passenden Geräuschen, Lichtern und Modellen. Besonders beeindruckend war, dass man sich sofort fühlt, als wäre man wirklich in der Vergangenheit. Wir haben Szenen aus dem Mittelalter, der Industrialisierung und dem Zweiten Weltkrieg gesehen. Alles war sehr modern gestaltet und wir konnten vieles interaktiv ausprobieren. Manche Räume wirkten fast wie Filmkulissen. Es gab auch viele Informationen, die leicht verständlich erklärt waren. Dadurch konnte man sich die geschichtlichen Ereignisse gut merken. Besonders spannend fanden viele von uns den Teil über die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung. Die Gestaltung hat gezeigt, wie sich die Menschen damals gefühlt haben könnten. Der Rundgang war nicht zu lang und perfekt für eine Schulklasse. Insgesamt war der Besuch sehr interessant und abwechslungsreich, und wir haben viel gelernt.
WhatsApp-Tour durch Berlin (Isabell, Emma, Lara)
Am Dienstag, den 04.11.2025, haben wir nachmittags eine WhatsApp-Tour durch Berlin gemacht. Wir haben uns in Kleingruppen von vier Personen eingeteilt und sollten bei jeder Station ein lustiges und originelles Foto als Gruppe machen.
Wir sollten Bilder in der Berliner U-Bahn, am Gendarmenmarkt, vor einem Ampelmannshop und ein Reiseführerbild am Checkpoint Charlie machen. Anschließend sind wir weiter zu den Hackeschen Märkten gefahren, und haben ein lustiges Bild vor dem Fernsehturm gemacht. Auch am Alexanderplatz waren wir und haben ein Bild vor der Weltzeituhr gemacht. Unser persönliches Highlight war die Nachstellung des Brandenburger Tors.
Durch die WhatsApp-Tour hatten wir die beste Stadttour, da wir selbstständig die Stadt erkunden konnten und die Sehenswürdigkeiten fotografieren sollten. Wir haben viele lustige Momente durch die Stadttour in Kleingruppen erlebt und konnten erfahren, dass wir uns selbstständig in der Großstadt (und dem S- und U-Bahn-Netz) zurechtfinden können.
Blinded by Delight (Sophia, Alina, Alexa)
Am Dienstag, den 4.11.2025 besuchten wir abends das Musical „Blinded by Delight“ im Friedrichstadtpalast.
Als wir dort ankamen, wurden wir freundlich empfangen. Da insgesamt drei Klassen der OMRS dort waren, trafen wir auch Mitschüler und andere Lehrer.
Der Friedrichstadtpalast wirkte sehr beeindruckend auf uns. Die Bühne ist über 2.800 m² groß und damit größer als alle anderen festen Theaterbühnen weltweit. Die Vorstellung war ausverkauft.
„Blinded by Delight“ zeigt die Reise von Luci, die in eine farbenreiche Traumwelt eintaucht und dort ihren ungelebten Wünschen begegnet. Zwischen Fantasie und Realität sucht sie herauszufinden, ob sie ihren Träumen folgen soll oder der Vernunft. Die abwechslungsreiche und sehr unterhaltsame Show erzählt dies vor allem durch Tanz, Musik und beeindruckende Bilder.
Auf dem späten Heimweg erlagen wir noch dem großen Hunger und beendeten den Ausflug bei McDonald’s am Berliner Ostbahnhof. Es war ein richtig schöner Tag.
Besuch des Deutschen Bundestags (Paul, Max, Aaron)
Am Mittwoch, den 5. November, besuchten wir vormittags mit unserer Klasse (10d) und der 10b das Reichstagsgebäude in Berlin. Schon am Eingang mussten wir sehr strenge Sicherheitskontrollen durchlaufen. Wir mussten unsere Ausweise vorzeigen und zusätzlich durch einen Scanner gehen. Die Kontrolle dauerte ziemlich lange und war sehr streng, sodass wir am Anfang viel warten mussten.
Als wir endlich im Gebäude waren, begann unsere Führung durch den Bundestag. Wir konnten den Plenarsaal sehen und erfuhren, wie dort gearbeitet wird und welche Aufgaben der Bundestag hat.
Ein besonderer Teil unseres Besuchs war das Gespräch mit dem SPD-Politiker Macit Karaahmetoğlu. Er erzählte uns von seiner Arbeit im Bundestag und wie wichtig es ist, dass Politiker den Kontakt zu den Menschen halten. Außerdem sprach er über Themen wie Integration und Demokratie und beantwortete auch private Fragen. Er erklärte, dass seine eigene Herkunft ihm dabei hilft, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen. Das Gespräch war sehr interessant und inspirierend für uns.
Nach dem Gespräch gingen wir auf die Glaskuppel des Reichstags. Wir liefen die spiralförmige Rampe nach oben und hatten einen schönen Blick über ganz Berlin. Dort konnten wir viele bekannte Gebäude und Sehenswürdigkeiten erkennen.
Zum Abschluss besuchten wir das Besucherrestaurant des Reichstags, wo wir eine kurze Pause machten und etwas essen oder trinken konnten. Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Insgesamt war der Besuch sehr spannend und wir haben viel über Politik und den Bundestag gelernt.
DDR-Museum (Jonas, Julian, Louis)
Am Mittwochabend (5.11.) waren wir im DDR-Museum. Dort bekamen wir eine Führung, welche draußen startete. Dort schauten wir uns alte und „auf alt gemachte“ (wieder aufgebaute) Gebäude an. Die Frau, die uns führte, war sehr nett und erklärte uns die interessanten Punkte sehr verständlich. Es war eine spannende Führung durch einen sehr geschichtlichen Teil Berlins. Später gingen wir noch ins Museum, wo die Frau uns noch ein paar interessante Sachen zeigte. Als die Führung zu Ende war, konnten wir noch einige Sachen selbst ausprobieren, wie zum Beispiel das Wahlsystem der DDR oder, was auch unser absolutes Highlight war, Trabbi fahren. Im Museum stand ein alter Trabbi, welcher so umgebaut worden war, dass man ihn in einer virtuellen Welt fahren konnte. Quasi in einem Simulator. Das Museum war im Großen und Ganzen sehr spannend und toll. Wir hatten einen interessanten und auch sehr lustigen Abend.
Berlin Dungeon (Pia, Liana, Leonie)
Unsere Klasse 10d ging am Donnerstagvormittag, 6.11. 2025, in das Berliner Dungeon.
Gleich am Anfang unserer Tour sprang ein Mann aus der Dunkelheit hervor, und viele von uns erschraken. Die Räume waren dunkel, manchmal roch es ein bisschen nach Rauch, und man hörte gruselige Geräusche.
Die Führung erzählte mit Hilfe von professionellen Schauspielern viel über die düsteren Seiten der Berliner Geschichte: über das Mittelalter, die Pest und die Hexenverbrennung. Und über Karl Wilhelm Friedrich Großmann, er war ein Serienmörder. Auch der Weg durch die Geschichte hatte ihre Tücken. Wir fuhren in einem gruseligen Aufzug, saßen in einem Käfig, standen auf der Anklagebank, suchten einen Weg aus dem Spiegelkabinett, und, und, und. Und am Ende der Tour stand noch eine Fahrt mit einem Indoor-Freifallturm auf dem Programm. Es war sehr gruselig, aber trotzdem hatten wir auch Spaß, und fast alle aus der Klasse haben sich oft erschrocken.
Am Ende war es ein spannender Ausflug, bei dem wir sowohl etwas gelernt, als auch Spaß hatten.
Matrix Club (Wendelin, Silvijo, Barnabas, Frau Hofmeister)
Am letzten Abend stand noch einmal „richtig auspowern“ auf dem Programm. Alle vier Klassen hatten einen Besuch des Matrix Clubs auf dem Programm stehen. Ab 20 Uhr ging startete der Club-Besuch wieder mit Anstehen und Taschenkontrolle. Es dauerte nicht lange, bis die Tanzflächen voll waren und alle sich zur Musik bewegten. Die Stimmung war ausgelassen, die Musik (auch wenn zu Beginn v.a. Musik aus der Jugend der Lehrer*innen gespielt wurde) gefiel und alle (inklusive Lehrer*innen) genossen diesen letzten Abend.
Um 00:00 Uhr wurden die letzten aus dem Club „gefegt“, gegen 1:00 Uhr fielen alle erschöpft in ihre Hotelbetten, in der Hoffnung, die Schlafmenge würde ausreichen, die Heimfahrt am nächsten Tag gut zu überstehen.






